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Einblick in Sæbys Historie
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Seeby bzw. Søby hieß das Städtchen ursprünglich. Es entstand an der Mündung des Flüsschens Sæby Å, geschützt vor Wind und Wellen. Im äußeren Mündungsbereich wurden Reste von Spundwänden gefunden, die aus der Zeit der Wikinger stammen.
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Das Anwesen Sæbygaard gehörte zum Bistum Børglum. Der dortige Bischof war Großgrundbesitzer und hatte bis zur Einführung der Reformation großen Einfluss in Nordjütland. Sein Hauptsitz war das Prämonstratenserkloster Børglum an der Westküste von Nordjütland. Bei Sæby unterhielt der Bischof zwei Lustschlösser, nämlich Sæbygård und Voergård. Von hier aus hatte er den Hafen von Sæby im Auge, von wo aus er einen großen Teil der landwirtschaftlichen Erzeugnisse ausführte, die er als Zehnten von den Bauern bekam. Von hier wurde auch Salz von der Insel Læsø verschifft, während hier Teer, Holz und Eisen aus Norwegen ankamen.
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Klosterzeit und Privilegien In der Zeit um 1460 erhielt der Bischof die päpstliche Genehmigung zur Errichtung eines Klosters am Hafen. Karmelitermönche aus ganz Europa kamen hierher und bauten die Pfarrkirche aus, die bald darauf einen der vier Flügel des Klosters bildete. Heute ist nur noch die ehemalige Sæby Klosterkirke, Sct. Mariæ Kirke, erhalten. Durch das Kloster blühte das Handwerk auf, es gab eine Schule und ein Hospital. Im Jahre 1524 sorgte der mächtige Bischof Stygge Krumpen dafür, dass der mit seiner Hilfe gekrönte König Frederik I. Sæby mit Privilegien ausstattete, die dem Städtchen zu noch mehr Wohlstand und Bedeutung verhelfen konnten. Diese besagten nämlich, dass den Einwohnern das Monopol auf Handel und Handwerk im Umland zustand. Es entstanden große Handelshäuser und an der Stadtgrenze wurde Zoll erhoben. Darüber hinaus erhielt die Stadt eigene Gesetze und ein Gericht. Auf Betreiben der Karmelitermönche, die Maria verehrten, erhielt Sæby seinerzeit den Namen Mariested. Aus dieser Zeit stammt auch das Stadtwappen, das Maria mit dem Kinde zeigt.
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Sanfter Übergang zum Protestantismus Die Reformation in dem Städtchen, das dem Bischof aus Børglum viel zu verdanken hatte, verlief – im Gegensatz zu anderen Orten in Nordjütland – relativ ruhig. Der letzte Prior des Klosters wurde praktischerweise auch der erste protestantische Pastor in Sæby.
Die Zahl der Mönche nahm nach und nach ab, und die Klostergebäude, die von den Bürgern nicht mehr länger unterhalten werden konnten, wurden abgerissen, das Baumaterial wurde für Häuser in den Straßen Strandgade und Algade verwendet.
Nach der Reformation verlor Sæby etwas von seiner Bedeutung. Die Kirchengüter, zu denen auch das Anwesen Sæbygård gehörte, fielen an die Krone und wurden nach wenigen Jahren später an Adlige verkauft.
Schwierige Jahre im 17. Jahrhundert Aufgrund seiner zentralen Lage im damals wesentlich größeren dänischen Königreich kam dem Hafen in Sæby strategische Bedeutung zu. Nicht weniger als drei Admirale wurden Herren auf Sæbygård, nämlich Otto Rud, Peder Munk und Niels Juel.
Die Stadtbewohner hatten jedoch große Mühe, den Hafen instand zu halten und vor Versandung zu schützen und Ende des 17. Jh. erwuchs dem Städtchen in Fladstrand, dem späteren Frederikshavn, ein ernsthafter Konkurrent.
Erst Ende des 19. Jh. begann für Sæby wieder eine Blütezeit, denn der Hafen wurde ausgebaut, eine Eisenbahnstrecke hierher verlegt und Kleinbetriebe angesiedelt.
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Künstler ‚entdeckten’ das Städtchen Bereits Mitte des 19. Jh. begannen Künstler, sich für den kleinen Ort am Meer mit seinem stimmungsvollen Ambiente und dem inspirierenden Wald Sæbygård Skov zu interessieren. Zu ihnen gehörten die Maler P. C. Skovgaard, Peter Mønsted, Chr. Zacho und Holger Drachmann sowie die Schriftsteller Herman Bang, Gustav Wied und Henrik Ibsen, die hier bekannte Werke schufen. Beispielsweise schrieb Chr. Zacho von einer Reise nach Italien: „Gern tauschte ich die Schönheiten des Südens gegen das erste Grün im Sæbygaard Skov ein.” Auch Adda Ravnkilde (1862-1883), Bürgermeistertochter aus Sæby, und eine der ersten modernen Schriftstellerinnen, schrieb hier die drei Erzählungen Tantaluskvaler, En pyrrhussejr und Judith Fürste, ehe sie 21-jährig Selbstmord beging. In ihrem unbändigen Drang nach Freiheit und künstlerischer Entfaltung war sie ihrer Zeit weit voraus.
Inspiration für andere
Ihre Schriften und ihr tragisches Schicksal beeindruckte u. a. Georg Brandes und Herman Bang und inspirierten Henrik Ibsen zu dem Schauspiel „Die Frau vom Meer“, das er nach einem Besuch in Sæby im Jahre 1887 schrieb. Herman Bang : "Sommerglæder" (Sommerfreuden) (Novelle) Gustav Wied : Centrum (Satyrspiel), Da baby kom (Sketch), En kanetur (Novelle) Henrik Ibsen: Die Frau vom Meer (Schauspiel) Adda Ravnkilde: Tantaluskvaler, En pyrrhussejr und Judith Fürste
Letzte Fluchtmöglichkeit von Sæby aus Während des 2. Weltkrieges erlangte Sæby Bekanntheit als Station für Juden und Widerstandskämpfer, die vor den deutschen Häschern nach Schweden flohen. Während der letzten Monate des 2. Weltkrieges war dies die letzte Möglichkeit, sich von dänischen Fischern, die selber ein hohes Risiko eingingen, nach Schweden übersetzen zu lassen.
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Veröffentlichungen zur Geschichte von Sæby Egevang, Robert : "Det gamle Sæby", Nationalmuseet 1977 (80 S.) Egevang, Robert: "Das alte Sæby", Nationalmuseet 1977 (80 S.) Bach Rasmussen: "Ture i Sæby og andre steder i Vendsyssel" Dansk Folkeferie 1985 (51 S.) Bang, Bent: "Sæbygaard - herregård og stamhus", 1997 (64 S.) Bang, Bent: "Sæbymadonnaen" Sæby Museum 1989 (19 S.) Gregersen, Hans: "Købstadsliv i det gamle Sæby", 1977 (57 S.) Gregersen, Hans: "Personer og begivenheder omkring en herregård", 1977 (58 S.) Gregersen, Hans: "Karmelitter klosteret i Sæby - baggrund og historie" Grebo 1982 (76 S.) Gregersen, Hans: " Flugtruten fra Sæby til Sverige",Forlaget Tommeliden, 1999 (115 S.) Haagen, Peter: "Sæby - set med andre øjne", Nortryk 1974 (78 S.)
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Jakobsen, Anton: "Billeder og Interiør af Fortids Folkeliv i Sæby" Byhistorisk arkiv 1981 (28 S.) Jakobsen, Ejnar: "Blade af Sæbys historie" Sæby Museum 1979 (86 S.) Jakobsen, Ejnar: "Sæby Jernkilde" 1978 (44 S.) Jakobsen, Ejnar: "Sæby under besættelsen" 1970 (55 S.) Mehlsen, Erling: "En Ryesgade-dreng kom til Sæby" 1997 (112 S.) Moss, Kalle: "En fiskerdrengs oplevelser på ondt og godt", 1995 (111 S.) Rygind-Eriksen,K: "Sæbygård - bygningshistorie, indretning og godsdrift" Sæby Museum 1995 (168 S.) Sæby: "Festskrift ved Sæby Købstads 400 års Jubilæum 10. aug. 1924" (55 S.) Sæby Museum: "Omkring en havn - Sæby Havns historie", Sæby Museum 1987 (138 S.) Sæby Museum: "Folketællingen 1787" Sæby Museum, 1990 (178 S.) Sæby Museum: "Folketællingen 1850" Sæby Museum, 1985 (44 S.) Thyregod, Any: "Oprøret i Sæby" Gyldendal 1988 (100 S.) Ørberg, Poul G.: "En by ved havet. Sæby købstads historie" 1970, bd. I og II (382 S.)
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Donnerstag, April 15 2010
Die Stadt am Meer Während des Mittelalters erlangte Sæby zunehmende Bedeutung. Das war dem Hafen und seiner strategischen Lage mitten im Dänischen Königreich zu verdanken, zu dem damals noch Norwegen und westliche Teile von Schweden gehörten. Da es zur damaligen Zeit zu Lande nur wenige befahrbare Wege gab, wurden Güter und Personen fast ausschließlich mit dem Schiff befördert.
Der Tourismus Sæby machte sich ab 1883 einen Namen als Kur- und Badeort, denn zu dem Zeitpunkt entdeckte man eine Heilquelle und errichtete ein Kurhotel. Nun begannen Besucher herbeizuströmen, die hier kuren und sich erholen wollten.
Sæby heute Im Bereich der alten Kommune Sæby (2005 aufgegangen in der Kommune Frederikshavn) wohnen etwa 18.000 Menschen, rund 8.000 davon im Stadtgebiet. Hier gibt es vielfältige Gewerbe- und Dienstleistungsbetriebe. Zu den Größten von ihnen zählen:
Danish Crown (Schlachthof mit 500-900 Beschäftigten) Sæby Fiskefabrik (Fischverarbeitung mit 130 Beschäftigten) Maskinfabrikken Skjold Sæby A/S (Maschinenfabrik mit 162 Beschäftigten) Skofabrikken Brynje A/S (Schuhhersteller mit 60 Beschäftigten) Automobilfirmaet IM Stiholt (LKW-Händler mit 195 Beschäftigten) Roblon (Hersteller von Lichtanlagen mit 50-100 Beschäftigten) AVK-Tooling A/S (Materialbearbeitung mit 100 Beschäftigten) B6 A/S (Kunststoff-/Textilverarbeitung mit 64 Angestellten).
Darüber hinaus gibt es noch etliche mittelgroße und kleine Betriebe. Sie bilden zusammen mit dem Tourismus (500.000 Übernachtungen jährlich) die wirtschaftliche Grundlage für die alte Stadt, die es geschafft hat, ihr historisches Erscheinungsbild weitgehend zu bewahren.
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